Busunternehmen ohne Verständnis für neuerliche Streikankündigung (15.09.22)

Kiel. Die aktuellen Lohntarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein sind am gestrigen Mittwoch ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach mehreren ergebnislosen Sondierungen haben sich beide Seiten erneut vertagt, da die jeweiligen Positionen zu weit auseinanderliegen. Zwischenzeitlich hat die Gewerkschaft ver.di ihre Mitglieder zum zweitägigen Streik am kommenden Montag und Dienstag aufgerufen.

 

„Wir haben überhaupt kein Verständnis für die erneute Ankündigung der Gewerkschaft ver.di die laufenden Lohntarifverhandlungen mit überflüssigen Streiks zusätzlich zu belasten. Die Situation ist durch hohe Inflation und existenzbedrohliche Kraftstoff- und Energiepreisentwicklung auch so kompliziert genug. Es ist in jedem Fall schwierig mit jemandem zu verhandeln, der wie die Gewerkschaft noch immer an der Maximalforderung festhält und jede Kompromissbereitschaft vermissen lässt. Daher haben wir diesmal darauf verzichtet ein nochmals verbessertes Angebot zu unterbreiten, von dem wir wissen, dass die andere Seite dieses ohnehin abgelehnt hätte“, so OVN-Verhandlungsführer und Verbandsvorsitzender Klaus Schmidt.

 

 

Die Fortsetzung der Verhandlungen wurde gemeinsam vereinbart für den 10.10.2022.

 

 

Zum Omnibus Verband Nord e.V. gehören derzeit ca. 80 private Omnibusunternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein mit insgesamt rund 1.800 Bussen.