ver.di lehnt überaus faires Angebot der Arbeitgeber in Krisenzeiten ab (31.08.22)

 

Kiel. Die aktuellen Lohntarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein sind heute ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft ver.di hat das bereits verbesserte OVN-Angebotspaket als Inflationsausgleich für das Jahr 2022 abgelehnt.

 

„Wir haben kein Verständnis für die Zurückweisung unseres sehr fairen Angebotes. Wir sind uns der aktuell besonders belastenden wirtschaftlichen Situation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst, in der sich allerdings auch die Busunternehmen befinden. Trotzdem haben wir ein Angebot unterbreitet, das einen Vollausgleich für die hohe Inflation in diesem Jahr sicherstellt, da die Löhne allein in diesem Jahr um insgesamt 8,5% steigen würden. Wir hätten uns daher gewünscht, dass sich ver.di auch inhaltlich mit dem bereits nachgebesserten Angebot auseinandersetzt und die dahinterstehende Wertschätzung erkennt“, so OVN-Verhandlungsführer und Verbandsvorsitzender Klaus Schmidt.

 

Das bereits verbesserte Angebot sieht eine Lohnerhöhung von insgesamt 8,5% in drei Stufen bei einer Laufzeit von 30 Monaten vor. Neben einem Inflationszuschuss in Höhe von 300 EUR beinhaltet dieses eine Lohnerhöhung von 3,5% zum 1.10.2022, einer weiteren Erhöhung von 2% zum 1.10.2023 sowie einer abschließenden Erhöhung zum 1.10.2024.

 

Die Fortsetzung der Verhandlungen wurde vereinbart für den 14.09.2022.

 

 

Zum Omnibus Verband Nord e.V. gehören derzeit ca. 80 private Omnibusunternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein mit insgesamt rund 1.800 Bussen.