Reisebusunternehmen fordern bundesweit einheitlichen Neustart (12.05.20)

Kiel. Das private Omnibusgewerbe in Hamburg und Schleswig-Holstein leidet sowohl im sog. Anmietverkehr (u.a. Vereins- und Klassenfahrten) als auch in der Bustouristik derzeit massiv unter den behördlichen Einschränkungen wegen der Eindämmung des neuartigen Corona-Virus. So sind die Einnahmen seit März von einem Tag auf den anderen komplett weggebrochen, was bekanntlich auch für die Buchungslage gilt. Auch wenn etwa das Land Schleswig-Holstein die Durchführung von Klassenfahrten bis zu den Sommerferien und Hamburg leider sogar bis zu den Herbstferien untersagt hat, sehen die Busunternehmen nun doch so etwas wie einen Silberstreif am Horizont.

 

 „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass unsere Landesregierung „Verkehrsdienstleistungen aller Art“ und damit auch das Reisebusreisen ab sofort wieder erlaubt, wenn auch unter Beachtung der bekannten Hygiene- und Verhaltensregeln. Das wird zwar wohl nicht dazu führen, dass sich das Buchungsjahr 2020 noch irgendwie auch nur ansatzweise retten lässt, aber es gibt den Unternehmen wieder etwas Hoffnung das zu tun, was sie im Moment am meisten herbeisehnen: begeisterte Fahrgäste bequem, komfortabel, sicher, kostengünstig und klimafreundlich zum Wunsch- oder Urlaubsort und auch wieder zurück zu bringen“, so OVN-Vorsitzender Klaus Schmidt.

 

Schmidt weiter: „Es kann aber nicht sein, dass nun jedes Bundesland völlig unabgestimmt Lockerungen beschließt, die für unsere Busunternehmen zu einer geradezu grotesken Situation führen. So dürfen wir nun zwar mit unseren Bussen ab sofort Fahrgäste durch Schleswig-Holstein befördern, aber nicht über die Stadtgrenze nach Hamburg hinaus, weil dort das Verbot noch bis 31.05.2020 gilt. Nach Mecklenburg-Vorpommern sind Busreisen erst ab 11.06.2020 wieder möglich und in Niedersachsen geht es voraussichtlich am 28.05.2020 weiter, in Bremen aber wohl schon am 21.05.2020. Dieser unkoordinierte bunte Flickenteppich ist wirklich absurd, erschwert jede Reiseroute und führt zu weiterer, inzwischen unerträglicher Planungsunsicherheit.“

 

 

Kiel, den 12.05.2020