OVN zeigt sich irritiert von Streikankündigungen im landesweiten Busverkehr (20.02.20)

Kiel. Die in den aktuellen Lohntarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein von der Gewerkschaft ver.di angekündigten viertägigen Streiks vom 25. bis 28. Februar sind für die Busunternehmen im Land weder nachvollziehbar noch geeignet um eine Einigung zwischen den Tarifparteien herbeizuführen.

„Es ist für uns sehr irritierend, dass unser Tarifpartner die Zeit bis zur nächsten Verhandlungsrunde nicht wie angekündigt nutzt, in den Betrieben über Einigungsmöglichkeiten zu diskutieren, sondern stattdessen durch Streiks die Fronten weiter verhärtet. Bei viertägigen Dauerstreiks unverhohlen noch von „Warnstreiks“ zu sprechen, bestätigt einmal mehr den Eindruck, dass es ver.di nicht um eine zügige und faire Einigung geht, sondern darum, die arbeitgeberseitigen Einigungsbemühungen zu torpedieren. Besonders bitter sind die Folgen der Streiks für die vielen Schülerinnen und Schüler und übrigen Fahrgäste, die die Zuverlässigkeit des Schul- bzw. Linienbusses zu schätzen wissen und nun massiv vor den Kopf gestoßen werden. Das bedauern wir sehr“, so OVN-Verhandlungsführer und Verbandsvorsitzender Klaus Schmidt.

Das vorliegende Angebot sieht eine Lohnerhöhung von insgesamt 200 EUR in vier Stufen von jeweils 50 EUR bei einer Laufzeit von 30 Monaten vor. Dieses Angebot führte zu einem monatlichen Grundlohn von mehr als 2.800 EUR im Linienverkehr.

Da längst nicht alle Busunternehmen im Land von den Streiks betroffen sein werden, wird dringend empfohlen, sich vorab direkt mit dem betreffenden Busunternehmen vor Ort in Verbindung zu setzen.