OVN fordert Soforthilfe für Busunternehmen - Unternehmen droht Millionenschaden (13.03.20)

Kiel. Das private Omnibusgewerbe in Hamburg und Schleswig-Holstein leidet massiv unter den Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus. Der Anmiet- und Busreiseverkehr ist komplett eingebrochen, Busfahrten werden im großen Stil storniert und Neubuchungen bleiben aus. Seit heute ist darüber hinaus klar, dass auch der Schülerverkehr ab Montag in Schleswig-Holstein bis Mitte April ausgesetzt wird. Damit sind sämtliche Busunternehmen im Norden in erheblichem Ausmaß von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen.

 

„Wir benötigen dringend schnelle und unbürokratische Hilfestellung für unsere Busunternehmen, die mit Einbußen ungeahnten Ausmaßes zu kämpfen haben und teilweise schon jetzt um ihre Existenz kämpfen. In der Bustouristik ist der Markt durch Stornierungen bis in den Sommer schon zu Beginn der Reisesaison regelrecht eingebrochen, beim Anmietverkehr liegt der Umsatzeinbruch bei nahezu 100%. Noch nicht bezifferbar ist der in jedem Fall erhebliche Schaden, der den Unternehmen durch den Erlass über die Untersagung von Klassenfahrten sowie nunmehr durch die Schließung der Schulen und den dadurch ausfallenden Schulbusverkehr in Schleswig-Holstein entsteht. Und auch im Linienverkehr ist ein deutlicher Rückgang der Fahrgastzahlen unverkennbar. Wichtig ist nun ein sofort greifendes Notprogramm des Hamburger Senats ebenso wie der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, das die Unternehmen in die Lage versetzt, ihren Betrieb und die daran hängenden Arbeitsplätze überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang die Ausweitung der Einführung von Kurzarbeit, allerdings reicht diese Hilfe längst nicht aus“, so OVN-Vorsitzender Klaus Schmidt.

 

 Zum Omnibus Verband Nord e.V. gehören derzeit ca. 90 private Omnibusunternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein mit insgesamt rund 1.600 Bussen.