OVN schlägt ver.di neuen Verhandlungstermin vor (02.03.20)

Kiel. Nachdem in den Lohntarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein aufgrund des gleichzeitigen Streiks der Gewerkschaft ver.di die vereinbarte und angekündigte Fortsetzung der Verhandlungen am 28.02.2020 nicht möglich war, unternimmt der OVN nun einen neuen Versuch für Verhandlungen für eine Einigung im Tarifstreit.

 

„Wir bedauern nach wie vor sehr, dass es ver.di am vergangenen Freitag nicht möglich war, zugunsten gemeinsamer Verhandlungen auf Streiks am gleichen Tag zu verzichten. Umso mehr hoffen wir nun, dass ver.di die Möglichkeit nutzt, am kommenden Donnerstag, den 05.03.2020, die Verhandlungen fortzusetzen, da eine Einigung naturgemäß nur im Wege von Verhandlungen möglich ist. Dieser Verhandlungstermin steht unter der ebenso selbstverständlichen wie erfüllbaren Bedingung, dass ver.di die für diesen Tag vorgesehenen Streiks aussetzt, um der notwendigen Einigung eine wirkliche Chance zu geben“, so OVN-Verhandlungsführer und Verbandsvorsitzender Klaus Schmidt.

 

Schmidt weiter: „Sollte ver.di erneut nicht in der Lage sein, den Streikaufruf zumindest insoweit rückgängig zu machen, dass am Verhandlungstag nicht gestreikt wird, schlagen wir schon jetzt vorsorglich mit Dienstag, dem 10.03.2020, einen weiteren Verhandlungstermin vor, der bislang nicht mit von ver.di angekündigten Streiks belastet ist.

 

 

Das vorliegende Angebot sieht eine Lohnerhöhung von insgesamt 200 EUR in vier Stufen von jeweils 50 EUR bei einer Laufzeit von 30 Monaten vor. Dieses Angebot führte zu einem monatlichen Grundlohn von mehr als 2.800 EUR im Linienverkehr, womit das Fahrpersonal bundesweit auch weiterhin den zweithöchsten Lohn nach Baden-Württemberg verdienen würde. Schon für dieses Angebot fehlt den betroffenen Busunternehmen die Refinanzierbarkeit.