ver.di lehnt deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber ab (24.09.15)

Auch die inzwischen 4. Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung zwischen dem Omnibus Verband Nord und der Gewerkschaft ver.di ist gestern nach 9stündigen Verhandlungen ohne Einigung zu Ende gegangen. Nachdem die Arbeitnehmer bereits seit Anfang Januar 2015 eine monatliche Lohnerhöhung von 68 EUR erhalten, haben die Arbeitgeber noch einmal ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt mit einer Lohnsteigerung von insgesamt 145 EUR pro Monat (6,52%) bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren. Konkret sieht das Angebot eine Einmalzahlung von 50 EUR für den Rest des Jahres 2015 sowie für das Jahr 2016 eine monatliche Lohnsteigerung von 45 EUR, für das Jahr 2017 eine monatliche Lohnsteigerung von 50 EUR sowie für das Jahr 2018 eine monatliche Lohnsteigerung von noch einmal 50 EUR vor.


„Dieses Angebot haben wir an die Einhaltung einer Friedenspflicht bis zum nächsten Verhandlungstermin am 8. Oktober gekoppelt. Sollte die Gewerkschaft also die unsinnigen Streiks weiter fortsetzen, erlischt dieses Angebot. Damit wollen wir insbesondere die vielen Fahrgäste und vor allem die Schülerinnen und Schüler schützen, die in besonderem Maße unter den bisherigen unangekündigten Streiks leiden mussten.


Wir bedauern sehr, dass ver.di auch dieses überaus faire und deutlich verbesserte Angebot zurückweist. Der OVN-Lohn liegt bereits heute oberhalb des Einstiegslohns im kommunalen Verkehr und die Arbeitnehmer hätten im Rahmen der Laufzeit 145 EUR monatlich mehr in der Tasche. Damit haben wir uns bereits bis an die Decke gestreckt in der Hoffnung auf eine Einigung", so OVN-Vorsitzender und Verhandlungsführer Klaus Schmidt unmittelbar im Anschluss an die Verhandlung.


Die Fortsetzung der Verhandlungen wurde einvernehmlich festgelegt auf den 8. Oktober 2015.