Tarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe in SH erneut vertagt (08.09.2015)

Kiel. Am heutigen Dienstag fand die 3. Verhandlungsrunde in den Lohntarifverhandlungen zwischen dem Omnibus Verband Nord und der Gewerkschaft ver.di statt. Die gegenseitigen Positionen wurden ausgetauscht, liegen aber nach wie vor sehr weit auseinander. Die Gewerkschaft ver.di hält weiterhin an einer Forderung von mehr als 250 EUR (12%) pro Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten fest. Weil auch die mehrfache Sondierung erfolglos blieb, wurden die Verhandlungen erneut vertagt.


„Wir haben ver.di deutlich gemacht, dass diese Forderung nicht ansatzweise finanzierbar ist, weder durch Aufgabenträger noch durch die Verkehrsunternehmen. Sie ist völlig überzogen und gefährdet massiv Unternehmen und Arbeitsplätze. Ver.di ist ausdrücklich bereit, dieses Risiko einzugehen. Die Forderung der Arbeitnehmer, eine Angleichung der Tariflöhne an die kommunalen Stadtverkehre vorzunehmen, ist nur politisch, aber nicht am Verhandlungstisch zu lösen.


Wir sind dem ausdrücklichen Wunsch von ver.di nachgekommen, bereits heute erneut zu verhandeln. Umso weniger verstehen wir die nicht zielführenden Streiks vom gestrigen Tage, die generell nicht geeignet sind, eine Einigung herbeizuführen. Betroffen waren wie immer vor allem die Schulkinder und Eltern, die unter diesen überflüssigen Streiks leiden mussten", so OVN-Vorsitzender und Verhandlungsführer Klaus Schmidt unmittelbar im Anschluss an die Verhandlung.

Die laufenden Verhandlungen werden am 23. September 2015 fortgesetzt.