Schienenersatzverkehr wäre ohne private Busunternehmen nicht möglich (15.11.17)

Kiel. Der sog. Schienenersatzverkehr ist jener Personenverkehr, der von Busunternehmen organisiert werden muss, damit die Fahrgäste trotz Bahnstreckensperrung sicher und zuverlässig zu ihrem Ziel kommen. Auch infolge des heutigen Zugunglücks in Elmshorn sind zahlreiche private Busunternehmen - vielfach die Unternehmenschefs persönlich - beinahe rund um die Uhr im Einsatz, um den zahllosen Fahrgästen, insbesondere auch Berufspendlern das notwendige Überbrücken des gesperrten Streckenabschnitts in geradezu aufopfernder Weise zu ermöglichen.


„Gott sei Dank gibt es gerade in den ländlichen Regionen immer noch private Busunternehmen, deren Busfahrer wie auch die Busunternehmer selbst mit großem persönlichen Engagement bereit und in der Lage sind, in diesen leider immer wieder vorkommenden verkehrlichen Notlagen sehr kurzfristig auszuhelfen. Ohne die privaten Busunternehmen wäre ein funktionierender Schienenersatzverkehr, wie er gemeinhin erwartet wird und alternativlos ist, nicht möglich.


Wer politisch nicht bereit ist, den ÖPNV gerade auch in der Fläche hinreichend auszufinanzieren und zukunftsfest zu gestalten, wird nicht nur nicht erreichen, dass die ländliche Bevölkerung bzw. Touristen vom eigenen Pkw auf den Bus umsteigen und damit die gebotenen Ziele einer Verkehrswende verfehlen, sondern gefährdet schon mittelfristig einen kurzfristig funktionierenden Schienenersatzverkehr. Denn sollte sich an der seit Jahren bestehenden chronischen Unterfinanzierung des ÖPNV in der Fläche nichts ändern, werden zunehmend private Busunternehmen von Markt verschwinden und mit ihnen die erforderlichen Busse für den Schienenersatzverkehr", so OVN-Geschäftsführer Dr. Joachim Schack